Komplette Hochbeet-Gartenernte in einem Jahr

So viel gibt ein kleiner Garten in einem jahr her

Wie einige von Euch sicherlich verfolgt und mitbekommen haben, haben wir im letzten Jahr eine ziemlich gute Ernte trotz (oder gerade wegen?) des trockenem und heissen Sommer gehabt.

Ich hatte auch in irgendeinem Beitrag schon mal erwähnt, das ich alles (fast) komplett aufgeschrieben habe, was wir ausgesät, nachgesät, ausgepflanzt und letztendlich auch geerntet haben.

Diese Liste habe ich nun gleich im neuen Jahr ausgewertet und zusammengetragen. In verschiedene Kategorien aufgeteilt und umgeschrieben und so weiter. Die Ergebnisse von „nur“ einem kleinen Gewächshaus und sechs Hochbeeten seht ihr hier…

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Nicht ganz komplett

Die Liste ist leider nicht ganz komplett und das liegt an verschiedenen Faktoren:

1. Ich wurde schluderig!

Am Ende der Sommersaison haben wir natürlich immer weniger geerntet und ich habe das ein oder andere mal noch die angeblich letzte Gurke abgeschnitten und in die Küche gelegt. Aufschreiben wollte ich das dann Abends am Pc…. vergessen.

Die nächste angeblich letzte Freilandgurke die ich dann noch in der Gartenhecke gefunden habe schon wieder….

2. Es wurde zu viel genascht!

Gerade bei den Snack- oder Cocktailtomaten, aber auch bei den Beeren oder Radieschen und Möhrchen wurden über den Sommer so viele „einzelne“ Früchte genascht, das dies das Ergebnis nicht unerheblich verfälscht hat. Aber man sollte ja auch nicht zu penibel sein. Ich kann ja den Kindern oder Sabrina nicht die kleinen Snacktomaten aus der Hand reißen und sagen: „Stopp! Die muss ich erstmal registrieren und wiegen!

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Zuckererbsen, Erdbeeren, Ruccola, Winterheckenzwiebel und sämtliche Gartenkräuter und -Gewürzpflanzen tauchen in der Statistik gar nicht auf. Ich wollte die Erdbeeren anfangs zwar aufschreiben, aber da habe ich ganz schnell gemerkt, dass das Blödsinn ist.

Ernteflops 2018

Natürlich klappt auch nicht immer alles. Und somit haben wir auch ganz klare Flops im letzten Jahr gehabt.

Ich glaube die schlechteste Ausbeute hatten wir definitiv bei den Steckrüben bzw. auch Kohlrüben genannt. Entweder gar keine Knolle, oder nur ganz Kleine. Genauso war es bei den Knollensellerie. Von 16 gesäten Pflänzchen, konnte ich gerade sechs Pflanzen nach draußen umpflanzen und am Ende kamen drei kleine Mini-Knollen dabei heraus.

Nach einem kurzen Gespräch mit unserem Ortsansässigem Landwirt, eindeutig Wassermangel. Okay, leuchtet ein, bei dem Sommer.

Auch der Blumenkohl ist leider nichts geworden. Das war aber auch mein erstes Jahr, wo ich Blumenkohl versucht habe und es heisst ja, der soll nicht ganz einfach sein. Trotzdem haben wir von zwei Pflanzen etwas ernten können. Die anderen haben keine Blume ausgebildet. Das mag allerdings wohl auch an dem viel zu trockenem Wetter gelegen haben.

Absolut Null Ernte hatten wir bei den Maispflanzen. Wir hätten zwar drei halbe Kolben davon nutzen können, aber wir haben sie zusammen mit den anderen einfach dem Kompost zugefügt. Und die Stangenbohnen wollten auch überhaupt nicht bei uns.

Die Stachelbeeren hatten leider wieder diesen Pilz und Flaum auf den Früchten. Genau wie im letzen Jahr. Da war leider gar keine Ernte möglich. Die werden im zeitigen Frühjahr nun bis auf wenige Zentimeter runter geschnitten und dürfen einmal komplett neu austreiben. Vielleicht haben wir ab 2020 dann wieder schöne Stachelbeeren.

Für dieses Jahr erhoffe ich mir ein paar Früchte von unserem neu gepflanztem Strauch.

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Ja, und die Zwiebeln, die wollten komischerweise in diesem Jahr auch nicht so richtig. Deswegen habe ich die paar kleinen Knollen ebenfalls nicht in der Ernte-Statistik mit drin. Das hat im Sommer irgendwie auch nicht so richtig geklappt.

Dafür sehen die Pflänzchen der Herbstaussaat jetzt aber schon viel besser aus. Mal sehen, ob die besser werden.

Nun aber zur Gartenernte 2018:

Das erste Gemüse, welches wir 2018 geerntet haben, das war genau an meinem Geburtstag.

Am 09.05. haben wir die ersten Radieschen und den ersten Spinat geerntet. Noch bevor die meisten Sachen überhaupt ausgepflanzt wurden.

Die ersten Erdbeeren gab es am 27.05. und die erste Gurke haben wir am 08.06. gepflückt. Bis dahin hatten wir aber schon mehrere Mahlzeiten an Spinat und viele Hände voll Radieschen genascht. Wobei diese, wie ich schon schrieb, leider nicht komplett aufgeschrieben wurden.

Gemüse /FruchtAnzahlGewicht 
    
Radieschen20162gnur Frühjahr, später mehr
Spinat 4.005 g 
Erdbeeren 390gnicht komplett
Einlegegurken9712.201gzwei verschiedene Sorten
Salatgurken / Schlangengurken9624.505gzwei verschiedene Sorten
Romanasalat2  
Eisbergsalat2  
Johannisbeeren 1.346g 
Himbeeren 207gleider viele schlecht gewesen
Kohlrabi145.130g 
Zucchini3720.591g2 Pflanzen= 1 Gelb, 1 Grün
Erbsen 534ghalbes Probebeet
Buschbohnen 5.584gdrei verschiedene Sorten
Knoblauch33 viel zu viel für uns, lief gut
Cayenne Chili36 zwei Pflanzen
Zitronen Chili49 eine Pflanze
Ampeltomaten, Snacktomate96926gzwei Pflanzen, nicht vollständig
Stabtomate, Salattomate964.773gzwei Pflanzen
Tomate Roma, Safttomate1489.759gdrei Pflanzen
Blumenkohl2400g 
Chinakohl23.560g 
Kürbis, Hokkaido15.900g 
Wassermelone1844gMini, aber lecker
Kartoffeln16468gKompostfund, nicht geplant 😉
Block – Paprika376.675gdrei Sorten, acht Pflanzen insgesamt
    
Gesamt: 107.960g108 KG GEMÜSE !!!

Wer hätte das gedacht?!

Damit habe ich selber nicht gerechnet. 108 kg Gemüse. Dazu kommen noch die fehlenden Gewichtsangaben der Chilis, vom Knoblauch, von den kleinen Sellerie und Kohlrüben, den ganzen Möhren, den Salaten und von all dem, was schon vorm wiegen genascht wurde.

Wahnsinn. Das sind also über 110kg Gemüse, welches wir nicht im Handel kaufen mussten. Gemüse, von dem wir auch noch im Winter essen, weil wir es eingefroren oder eingeweckt haben. Oder es existiert in Form von Soßen, Marmeladen oder Ketchup.

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Was natürlich ebenfalls nicht in dieser Liste auftaucht, das sind die Gewürze bzw. die ganzen Kräuter aus dem Garten. So zum Beispiel: Bärlauch, Waldmeister, Thymian, Oregano, Basilikum, Minze, Schnittlauch, Kamille, Zitronengras, Knobigras, Wacholder, Maggikraut, Lorbeer und ganz viel mehr….

Ebenfalls nicht in der Liste sind die Weintrauben, der Porree und Rosenkohl. Aber Porree und Rosenkohl wurde bis jetzt noch nicht geerntet, zählt also auch nicht zu 2018 dazu.

Fazit

Wenn man der Statistik glauben kann… und ich gehe mal davon aus, dann verbraucht ein Erwachsener im Jahr etwa 90 Kilo Gemüse. Wobei die Statistiken im Internet von knapp unter 90kg bis etwa 96 Kilogramm reichen.

Demnach haben wir im letzten Jahr etwas mehr als einen Erwachsenen mit Gemüse versorgt. Vielleicht einen Erwachsenen und ein Kleinkind.

Gut, das kommt bei zwei Erwachsenen, drei stark Heranwachsenden und einem Zwerg in der Familie nicht so ganz hin, uns damit zu versorgen. Aber das ist doch trotzdem schon mal eine ganz ordentliche Portion, die wir da eingespart und verdrückt haben. Man darf nicht vergessen, wir haben keine großen Flächen, sondern nur sechs Hochbeete und ein Gewächshaus. Hochbeete sind flächenmäßig natürlich ziemlich ineffizient im Vergleich zu normalen Beeten. Da wo bei anderen noch was wächst, da stehe ich bei mir zwischen den Hochbeeten. Da wächst nix!

Was aber auf jeden Fall zählt ist… Es hat uns hundert mal besser geschmeckt als das Massengemüse aus dem Discounter, Supermarkt oder von wo auch immer.

Jetzt müssen wir nur noch ausbauen… Ich weiss also, was ich in diesem Jahr zu tun habe…

René

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