Ungarisches Letscho – einfaches Lecsó Rezept zum nachkochen

Die perfekte Beilage und Hauptgericht in einem Rezept

Wir waren im Sommer 2021 für zwei Wochen in Ungarn am Balaton (Plattensee) und haben dort gleich am ersten Abend nach der Ankunft Letscho auf den Teller bekommen. Das hat so süchtig gemacht, das es dieses wahnsinnig leckere Gericht noch sehr viel öfter gab. Sogar nachgekocht haben wir es noch – direkt in Ungarn.

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Letscho oder Lecsó wie es in Ungarn heisst, ist ein sehr einfaches aber dennoch leckeres Gericht. Übersetzt ist Letscho im Prinzip nichts anderes als Ratatouille. Nur eben auf ungarische Art.


Unser Video zum Artikel findest Du ganz unten auf dieser Seite


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Letscho als Beilage oder Hauptgericht?

Die große Frage ist: Wollen wir Lecsó als Hauptgericht essen oder doch lieber als Beilage? Denn beides ist möglich und bedarf nur ein paar wenige Änderungen.

Letscho ist in Ungarn eigentlich ein Hauptgericht und wird mit weiteren sattmachenden Zutaten vermischt. Wir haben es aber auch als leckere Gemüsebeilage für verschiedene Fleischgerichte gesehen und gegessen. In Ungarn wird es zu Schweinefilet, Rind, Lamm oder auch mal zu Wild gegessen. Eigentlich passt es zu fast allem. Doch überwiegend wird es als vollwertige Hauptmahlzeit gereicht.

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Zutaten für dein Lecsó

Die Anzahl der Zutaten ist sehr überschaubar, da Letscho ein wirklich einfaches aber leckeres Gericht ist. Wir werden es in Deutschland schwer haben, an das ein oder andere ran zu kommen, aber es lässt sich trotzdem sehr gut zubereiten.

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Letscho ist ein Schmorgericht, welches auch wieder von Region zu Region und Restaurant zu Restaurant anders gekocht wird. Aber einige Zutaten sind (fast) immer gleich. Spitzpaprika, Tomaten, Zwiebeln und Speck kommen dabei aber in jeder der Verschiedenen Varianten vor.

Dann gibt es weitere mögliche Zutaten. Manche verquirlen Ei im Lecsó, andere nehmen Eiergraupen*oder lassen Reis im Letscho aufgehen. Eine sehr leckere Variante ist zudem die mit der typischen Letscho-Wurst, Lecsó kolbász*

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Für das Grundrezept (4 bis 5 Personen) brauchst Du:

  • 1,5 kg Spitzpaprika (rot/gelb, am besten ungarische)
  • 1 kg saftige Tomaten
  • 3 große Zwiebeln
  • 50g (Räucher-) Speck (wenn gewünscht)
  • sonst 2EL Schmalz oder Butter
  • Salz
  • Pfeffer (nur eventuell)
  • ungarisches Paprikapulver*

wir lieben es zusätzlich mit:

  • ca. 3 Knoblauchzehen
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Varianten als sättigende Hauptmahlzeit:

Entweder

Hinweise zu den Zutaten:

Der Spitzpaprika sollte möglichst reif sein, besser sogar Überreif. In Ungarn werden für Lecsó die bereits überreifen, leicht schrumpeligen Spitzpaprika genommen.
Es ist übrigens nicht richtig, das nur gelbe Spitzpaprika genommen werden, wie oft behauptet wird. Wir haben es am Südufer vom Balaton überwiegend mit roten, manchmal mit roten und gelben Paprika gemischt bekommen.

Zu kaufen gab es auch fast nur rote Lecsó Paprika an den Gemüseständen.

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Wenn man es nicht eilig hat und das Gericht schon Tage im voraus plant, dann kann man die gekauften Spitzpaprika noch ein paar Tage zuhause liegen und nachreifen lassen, bis sie weicher geworden sind. Ebenso mit den Tomaten, die auch noch nachreifen, wenn man sie etwas liegen lässt.
Der Vorteil bei vollreifen Paprika und Tomaten ist einfach der süßere Geschmack der Früchte, welcher dem Gericht den unvergleichbaren Geschmack gibt.

Bei der Letscho-Wurst, Lecsó kobalsz, gibt es ebenfalls verschiedene Varianten. Manchmal bekommt man die Wurst, die uns eher an eine dicke Currywurst erinnert. Diese haben wir in Ungarn auch bekommen und im Video (unten) in unserem Letscho verarbeitet.

Sehr oft wird allerdings die Paprika-Salami verwendet. Da ich noch keine Möglichkeit gefunden habe, hier bei uns in Deutschland die erstgenannte Wurst zu kaufen, kann man hier eher zur Paprika-Salami greifen. Diese bekommt man hier:
Lecsó kolbász (Letscho (Paprika) Wurst*

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Die Letscho Wurst ist natürlich keine Bedingung für ein gutes und leckeres Letscho. Aber es schmeckt schon echt genial mit der Wurst, da diese nochmal einen zusätzlichen sehr eigenen Geschmack abgibt.
Möchte man ein vegetarisches oder veganes Letscho essen, dann lässt man die Wurst und den Speck einfach weg.


Am Ende dieser Seite findest Du unser Video, in dem wir direkt in Ungarn das leckere Letscho nachgekocht haben


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Letscho Zubereitung

Die Zubereitung ist so einfach wie die Zutaten, man braucht allerdings ein wenig Zeit. Letscho ist kein schnelles Gericht, da es sehr lange kochen sollte.

Die Paprikaschoten werden entkernt und in etwas breite längliche Streifen geschnitten. Die Tomaten vierteln oder achteln und die Zwiebeln nach dem schälen halbieren und dann quer zu den Blättern in halbe Ringe schneiden. Kann dabei ruhig etwas dicker bleiben.

Wenn man Speck nutzt, dann den Speck in einem Topf etwas auslassen und kurz darauf die Zwiebeln dazugeben. Ansonsten nimmt man direkt Schmalz oder Butter. Sind die Zwiebeln leicht glasig gedünst, kommen die Paprikastreifen dazu. Wenn man mag, an dieser Stelle auch die kleingeschnittenen Knoblauchzehen. Beides bei relativ hoher Temperatur ein wenig anbraten. Die Paprikastreifen dürfen gerne ein wenig Farbe bekommen.

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Sollte sich jetzt schon ein wenig am Topfboden festsetzen, dann ist das genau der richtige Zeitpunkt um die saftigen Tomatenstücke dazuzugeben und mit viel rühren mit dem Saft den Bodensatz lösen. Dann kann die Flamme erstmal auf mittlere Stufe gestellt werden.

Jetzt salzen wir das ganze schon ein wenig und lassen es bei geschlossenem Deckel etwa eine bis anderthalb Stunden köcheln. Alle zehn Minuten umrühren und dabei für kurze Zeit den Deckel ab lassen. Dann kann nach und nach der Saft verdunsten, damit es nicht zu wässrig ist.

Kurz bevor unser Letscho die richtige, schön weiche Konsistenz hat, können wir weitere Zutaten nach belieben dazugeben. Die Letscho-Wurst kann etwa 20 Minuten vorm servieren in Stücken dazugegeben werden. So gibt sie noch einiges an Geschmack ab und wird schön weich. Ebenso die Eiergraupen oder der Reis können zwanzig Minuten vor Ende hinzugegeben werden.
Nur die Variante mit dem verquirltem Ei, das macht man fünf Minuten vorm servieren und rührt dabei gut um.

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Die gesamte Kochzeit sollte am Ende bei ungefähr zwei Stunden gelegen haben, dann ist es perfekt. Natürlich nur, wenn man es auf kleiner bis mittlerer Flamme nach dem anbraten köcheln lässt.

Abgeschmeckt wird vor dem servieren nur noch mit etwas Salz und Pfeffer (wenn überhaupt nötig). Nach Geschmack kann jetzt noch etwas ungarisches Paprikapulver dazugegeben werden. In unserem Fall war das aber gar nicht nötig.

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Wir freuen uns auf deinen Kommentar ganz unten auf dieser Seite. Schreibe uns gerne deine Meinung, Verbesserungsvorschläge oder auch Fragen zu dem Rezept.

Viel Spaß beim nachkochen und guten Hunger wünscht

Deine Hobbyfamilie


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Unser Video zum Artikel:

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von Anders Noren.

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